Sehr geehrte Damen und Herren,

Arbeit ist die Grundlage für soziale und ökonomische Teilhabe und gesellschaftliche Integration. In Folge der Euro-Krise sind zahlreiche europäische Länder von Massenarbeitslosigkeit betroffen und stehen - auch aufgrund der europäischen Krisenbewältigungsprogramme - vor einer radikalen Reform ihrer Arbeitsmärkte. Soziale Unsicherheit und Prekarisierung bilden eine explosive Mischung und führen zu einer Zunahme an sozialen, oft auch gewalttätigen Konflikten. Die Krise der Eurozone entwickelt sich somit nicht nur zu einer ernsten Bedrohung für den europäischen Integrationsprozess - sie ist längst zu einer Herausforderung für Wohlfahrtsstaat und Demokratie geworden. Entsprechend stehen europäische Beschäftigungssysteme auf dem Prüfstand, wobei insbesondere das deutsche Modell als ein erfolgreiches Leitbild gehandelt wird. Doch ist das "deutsche Jobwunder" tatsächlich ein Vorbild, an dem sich Europa orientieren kann? Welche Zugeständnisse mussten die Beschäftigten in Deutschland machen, welche Risiken und Belastungen gehen sie ein. Brauchen wir eine neue Kultur der Entprekarisierung auch in den Ländern mit geringer Arbeitslosigkeit? Wie könnte eine Arbeitspolitik für das 21. Jahrhundert aussehen? Das Institut für Soziologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena, die Sektion Arbeits- und Industriesoziologie der Deutschen Gesellschaft für Soziologie und das Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Technologie haben gemeinsam einen Jenaer Dialog über die Krise und Transformation europäischer Erwerbsgesellschaften initiiert. Ausgehend von einer geschärften Krisendiagnose ist es ein gemeinsames Ziel, zu der Debatte um eine Neuordnung des Arbeitsmarktes beizutragen und Leitbilder für sinnvolles Arbeiten zu skizzieren.

Die Konferenz "Jenaer Dialog - Arbeiten in Europa" findet am 26. und 27. Juni 2013 im Jenaer Volkshaus statt. Alle Interessierten sind herzlich dazu eingeladen!
Die Teilnahme an der Konferenz ist kostenfrei.
Wir möchten Sie jedoch bitten, sich zu Konferenz anzumelden, wenn Sie teilnehmen möchten (unter "Anmeldung" hier elektronisch möglich).  Unseren Gästen steht ein Dolmetscherteam zur Verfügung, welches die fremdsprachigen Beiträge simultan ins Deutsche sowie bei Bedarf die deutschen in Englisch oder Französisch übersetzt.

Wir freuen uns auf zahlreiche Gäste und spannende Diskussionen!

Hier finden Sie die offizielle Konferenzeinladung als PDF.

NEWS:

14.05.2013: ACHTUNG PROGRAMMERWEITERUNG! Wir freuen  uns auf einen weiteren Vortrag am 26.6.2013 (18 Uhr): Paul Windolf  (Universität Trier) spricht zum Thema "Aufstieg und Auflösung der 'Deutschland AG': 1896-2010"; mehr dazu unter "Programm"